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Libratone Zipp & Zipp Mini im Test: Unterwegs-taugliche Multiroom-Lautsprecher

Sebastian Trepesch 6

Wenn die Lautsprecherboxen schon früh morgens drei Mal den Ort wechseln darf, dann spricht das vielleicht für seltsame Hörgewohnheiten, aber auch für die Vielseitigkeit einer Audiostation. Unser Test der WLAN-Soundsysteme Libratone Zipp und Libratone Zipp Mini.

Libratone Zipp & Zipp Mini im Test: Unterwegs-taugliche Multiroom-Lautsprecher

Mit den beiden neuen Zipp-Modellen wollte Libratone seine beliebte Soundstationen noch vielseitiger konzipieren. Heraus kamen Lautsprecherboxen, die WLAN- und Bluetooth-Konnektivität mit Multiroom-Möglichkeiten anreichern – und das sogar im Unterwegs-Einsatz, dank eingebautem Akku.

Libratone Zipp (Mini) 2015 im Test: Airplay, Bluetooth etc.

Die neuen Zipp-Lautsprecher können wie ein gewöhnlicher Bluetooth-Lautsprecher direkt mit Smartphones, Tablets etc. verbunden werden. Ihre wahre Größe entfalten sie jedoch erst über die App für Android und iOS.

Der Hersteller stellt die Modelle und das Konzept im Video vor:

Libratone Zipp 2015 – Herstellervideo.

In der App oder direkt über die Geräte können mehrere Zipps gekoppelt werden – weitere Konfigurationen sind über die Anwendung möglich. Zwei Soundstationen geben entweder das gleiche Signal aus, oder der eine den rechten, der andere den linken Kanal eines Stereosignals. Außerdem können Position und Klangprofie für jeden Lautsprecher einzeln eingestellt werden. 

Die Musik kann aus unterschiedlichen Quellen stammen, auf Apple-Geräten erscheinen die kombinierten Zipps als eine Airplay-Quelle – sinnvoll, zumal man ja von iOS-Geräten nicht gleichzeitig mehrere Soundsysteme ansteuern kann (Außnahme siehe Airplay-Apps). Direkt aus der Libratone-App ist Radiostreaming möglich, mehrere Lieblingssender können auf Knopfdruck direkt vom Zipp aufgerufen werden. Man erspart sich somit das tägliche Herumsuchen nach dem Stream auf dem Smartphone.

Übrigens, natürlich kann man auch einen Zipp einzeln betreiben…

Im Prinzip ist die Libratone-App schlicht und verständlich gestaltet. Das ein oder andere Fragezeichen tauchte bei der Nutzung auf, nicht alles lief so intuitiv, wie ich mir das wünsche. Vielleicht musste sich der Hersteller ja etwas beeilen, um die Lautsprecher rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft fertigzustellen. Software-Updates dürften aber noch Verbesserungen bringen.

test-libratone-zipp-mini-lautsprecher-app

Sound von Libratone Zipp und Zipp Mini im Test

So verschieden sind Zipp und Zipp Mini gar nicht, wie man auf den ersten Blick angesichts der Größenunterschiede meinen möchte. Klar sind die Bauteile sehr ähnlich, so dass sich sogar ein großer und ein kleiner Zipp – wie in unserem Test – durchaus kombinieren lassen. Das große Modell kommt mit fünf Treibern bis 4 Zoll Größe aus, das kleinere mit vier bis zu 3,5 Zoll Größe. Frequenzbereich laut Hersteller 40 Hz bis 20 kHz beziehungsweise 50 Hz bis 20 kHz. Zipp klingt durchsichtiger als das Zipp Mini – den moderaten Aufpreis für das größere Modell sollte man unter dem Aspekt „Klang“ ruhig in Kauf nehmen.

Besonderes Merkmal der Zipp – das Design dürfte es schon verraten – ist der 360-Sound. Der Rundumabstrahlung ist wirklich überzeugend. Sie bietet den großen Vorteil, dass wir den Lautsprecher einfach auf einen Tisch, ein Regal oder auf den Boden stellen können, und der ganze Raum wird beschallt. An einer Wand aufgestellt wirken sich die starken Reflexionen je nach Wandbeschaffenheit sehr klangprägend und eher negativ auf den Klang aus. Ich würd also eine freie Aufstellung empfehlen, wenn er nicht gerade an einem Vorhang oder ähnlichem Dämpfer steht.

Rundumabstrahlung und DSP-Abstimmung sind auf einen offenen, durchsichtigen Klang optimiert. Hörvergleich: Der iTeufel Air Blue im Test (freilich ein ganz anderes Konzept) gibt vor allem in den Mitten mehr, aber auch etwas in den Tiefen. Dafür klingt er im Panorama deutlich beschränkter. 

Ein schönes Stereopanorama bekommt man natürlich nur mit zwei Zipp, ob sie nun in einem Meter Abstand oder an unterschiedlichen Raumenden stehen. Nach einigen Stunden, aber nicht so schnell wie der Vorgänger, müssen sie allerdings wieder an das Netzteil, Akku laden. 

test-libratone-zipp-netzteil

A propos Standort: Einen festen Platz haben die beiden Zipps im Testzeitraum bei mir nicht bekommen. Im Gegenteil, sie waren fleißig auf Wanderschaft. Und – warum auch nicht? Die Schlaufe lädt förmlich dazu ein. Mein liebstes Anwendungszenario: Morgens die Geräte anschalten und Radiostream über den Herz-Button starten. Vom Schlafzimmer zieht dann ein Lautsprecher mit ins Badezimmer. In Wohnzimmer und Küche sorgt das zweite Modell für den ordentlichen Stereo-(Multiroom-)Klang.

Libratone Zipp und Zipp Mini im Test – Preis & Fazit

Die Libratone Zipp-Modelle sind vielseitige Soundboxen und deuten schon durch die Airplay-Unterstützung auf ihre gehobene Liga hin. Bluetooth-Soundboxen gibt es natürlich schon viel günstiger, solche Highlights in Sound, Design und Funktionalität bekommt man aber selten. Immerhin sind die neuen Produkte mit und  deutlich günstiger als die Vorgänger (bis 450 Euro).  

Der Klang ist gut. Gegenüber besseren Lautsprechern kann er sich dadurch behaupten, dass er für viele Hörplätze schnell an die beste Position wandern kann. Überzeugende Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers. Entscheidungshilfe: Wer nicht Größe und Gewicht sparen muss, sollte die 50 Euro Aufpreis in Kauf nehmen und den größeren Zipp wählen.

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Vorteile Libratone Zipp (Mini):
+ 360-Grad-Sound, guter, tiefer Klang
+ für unterwegs wie für zu Hause geeignet
+ koppelbar, Multiroom-Konfiguration, inklusive AirPlay
+ wechselbare Hülle

Nachteile Libratone Zipp (Mini):
– Klang in den Mitten etwas dürftig
– Bedienung nicht überall selbsterklärend/reibungslos
– langsames Hochfahren (rund eine halbe Minute)

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